Anfang 2011

Bundesnetzagentur plant Begrenzung negativer Strompreise

Die Bundesnetzagentur will dafür sorgen, dass Strompreise an der Leipziger Börse nicht unbegrenzt fallen können. Negative Preise entstehen durch ein Übermaß an Ökostrom, das nicht zeitgleich aufgebraucht werden kann. Der Strom muss verbraucht oder gespeichert werden, wofür den Abnehmern Geld gezahlt wird.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Bonn (red) – Das wiederum wirkt sich auf die Ökostromförderung aus. "Das Risiko negativer Preisspitzen sollte auch zukünftig begrenzt werden. Dies liegt vor allem im Interesse der Verbraucher, weil negative Preise für EEG Strom die EEG-Umlage erhöhen und damit auch die Strompreise belasten", sagte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, in einer Pressemeldung.

Die derzeitige Regelung, die Ende 2010 ausläuft, sieht vor, dass die Übertragungsnetzbetreiber den Strom aus erneuerbaren Energien nicht zu jedem Preis an der Börse verkaufen müssen. In bestimmten Ausnahmefällen dürfen sie Preislimits setzen, um eine Veräußerung zu erheblich negativen Börsenpreisen zu vermeiden.

Ganz abgeschafft werden sollen die negativen Strompreise aber nicht, denn sie seien wichtig als Anreiz für den Bau von Stromspeichern. Die Netzagentur will jedoch eine Bandbreite von minus 150 bis minus 350 Euro pro Megawattstunde festlegen. Zusätzlich sollen die Netzbetreiber verpflichtet werden, die Details der Preislimitierung öffentlich zu machen. Umgesetzt werden soll die neue Regelung Anfang 2011.