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Bundesnetzagentur genehmigt Stromnetzentgelte der HSE

Die Bundesnetzagentur hat die Stromnetzentgelte der HEAG Südhessischen Energie AG (HSE) jetzt mit Kürzungen genehmigt. Im Vorgriff auf die neuen Netzentgelte hatte die HSE-Vertriebsgesellschaft Entega bereits zum 1. August ihre Preise für Strom und Gas um bis zu acht Prozent gesenkt.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Darmstadt (red) - Nach Unternehmensangaben wurden die Netzentgelte für Privatkunden von der Regulierungsbehörde von 6,19 auf 5,52 Cent pro Kilowattstunde gekürzt. Der Anteil der Netzentgelte am Strompreis der Privatkunden liegt bei rund 34 Prozent. Die neuen Netzentgelte sind bis zum 31. Dezember 2007 gültig.

"Um Einnahmerückgänge im Netzbereich auszugleichen, haben wir uns im ganzen Konzern frühzeitig unternehmerisch auf die Regulierung eingestellt", erklärte Albert Filbert, Vorstandsvorsitzender der HSE. Seit 2005 werden bei der Tochtergesellschaft HSE Technik, die für die Planung, den Bau und Betrieb der Netze zuständig ist, durch einen Wechsel in der Tarifvertragszugehörigkeit und neuen, an Industriestandards orientierten Arbeitsprozessen, Kosten eingespart. Heute sei das Unternehmen absolut markt- und wettbewerbsfähig, was dadurch belegt werde, dass circa 30 Prozent der Umsätze auf dem freien Markt akquiriert würden. "Zudem verfolgen wir eine nachhaltige Ausbaustrategie für die Bereiche Erzeugung und Vertrieb, so dass wir unsere Konkurrenzfähigkeit weiter stärken", betont Albert Filbert.

Die Netznutzungsentgelte dienen dem Ausbau und Erhalt der Versorgungsnetze und werden den Vertriebsgesellschaften, die die Kunden mit Strom oder Erdgas beliefern, in Rechnung gestellt. Die HSE investierte den Angaben zufolge im Jahr 2006 circa 50 Millionen Euro in das rund 9.900 Kilometer lange Strom- und rund 2.500 Kilometer lange Erdgasnetz.

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