Unterstützung

Bundesländer richten Anlaufstellen für Klimaschutzfragen ein

Sowohl in Nordrhein-Westfalen als auch in Sachsen-Anhalt wurden Anlaufstellen eingerichtet, die Fragen sowohl von einzelnen Bürgern als auch von ganzen Kommunen zum Thema Klimawandel beantworten sollen. Dabei geht es nicht nur um den Klimaschutz selbst, sondern auch um die Folgen der Erderwärmung.

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Düsseldorf/Magdeburg (ddp/red) - Die nordrhein-westfälische Landesregierung will ländliche Kommunen dabei unterstützen, den Klimawandel zu meistern. Umweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU) stellte dazu kürzlich die "Aktion Klimaplus - NRW-Klimakommunen der Zukunft" vor. Dabei gehe es nicht nur um Maßnahmen zum Klimaschutz, betonte der Minister. Vielmehr wolle die Landesregierung auch dafür sorgen, dass sich die Städte und Gemeinden auf die Folgen der erwarteten Erderwärmung vorbereiteten.

Das Landesumweltministerium fördert seit Mai vergangenen Jahres die NRW-Klimakommunen Bocholt und Saerbeck bei der Umsetzung ihrer geplanten Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen. Neben Bocholt und Saerbeck haben auch Burbach, Rheine und Schmallenberg sogenannte Integrierte Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzepte (IKKK) erarbeitet. Weitere 33 Städte und Gemeinden, die sich im "Netzwerk Kommunale Klimakonzepte" zusammengeschlossen haben, planen die Entwicklung eigener Konzepte.

Auch das Land Sachsen-Anhalt richtet eine Anlaufstelle für Fragen zu Energieeffizienz, Klimaschutz und erneuerbaren Energien ein. Einem entsprechenden Vorschlag des Wirtschafts- und des Umweltministeriums habe das Kabinett vergangene Woche zugestimmt, teilte die Staatskanzlei in Magdeburg mit. Demnach sollen sich Bürger, Investoren, Unternehmen und Kommunen mit Fragen zu aktuellen technischen Entwicklungen und Fördermöglichkeiten von Investitionen an eine zentrale Stelle wenden können.

Geplant ist auch die Einführung eines "Klimachecks" für Vorhaben der Landesregierung. Ziel dabei sei es, Projekte verstärkt auf die Kriterien der Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes wie etwa der Minderung des Ausstoßes von Treibhausgasen hin zu überprüfen, hieß es.