Vergleichsstudie

Bundesländer-Ranking für erneuerbare Energien

Brandenburg ist Spitzenreiter bei den erneuerbaren Energien. Wie schon 2008 schnitt das Land in einem bundesweiten Vergleich von Ausbau und Förderung regenerativer Energien am besten ab. Erster hinsichtlich der Akzeptanz von Öko-Energien ist Bayern, den größten Schritt nach vorne machte Thüringen.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin/Potsdam (dapd/red) - Nach Angaben der Agentur für Erneuerbare Energien, die die Vergleichsstudie in Auftrag gegeben hatte, punktet das Land mit ambitionierten Ausbauzielen, hohen Anteilen von Windstrom und Biogas sowie bei Forschung und Beschäftigung.

Thüringen wurde als das Land mit der besten Entwicklung bei Ökostrom ausgezeichnet. Der Freistaat rückte vom zehnten auf den zweiten Platz vor. Unter anderem das erhöhte Tempo in der Nutzung erneuerbarer Energien und der Anstieg der installierten Leistung, vor allem in den Bereichen Biogas und Biomasse, machten Thüringen zum Spitzenreiter bei der Zubaudynamik.

In keinem anderen Bundesland sind erneuerbare Energien gesellschaftlich so akzeptiert wie in Bayern. Auch bei der Nutzung von Holz- und Solarheizungen, Wärmepumpen und Fotovoltaikanlagen liegt der Freistaat bundesweit vorne, wie die Agentur für Erneuerbare Energien am Donnerstag in Berlin mitteilte. In der Gesamtwertung für die Nutzung von Ökostrom liegt Bayern nur an siebter Stelle.

Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) verwies darauf, dass mit erneuerbaren Energien "positive Beschäftigungseffekte, wirtschaftliches Wachstum und kommunale Wertschöpfung in Milliardenhöhe" verbunden seien. "Die Vorreiter unter den Bundesländern profitieren überproportional von den insgesamt 340.000 Arbeitsplätzen der Branche in Deutschland", fügte er hinzu.

Grundlage für die Preisverleihung ist eine aktuelle Studie des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Im Auftrag und in Kooperation mit der Agentur für Erneuerbare Energien haben die Institute dieses Jahr zum zweiten Mal nach 2008 eine Länderuntersuchung vorgelegt.