Übertragen

Bundeskartellamt übernimmt Ermittlungen gegen NRW-Gasversorger

Im Rahmen der Missbrauchsverfahren gegen Gasversorger stehen auch Ermittlungen bei den Stadtwerke Essen und Düsseldorf sowie der Rhein-Energie Köln an. Das Landeskartellamt hat zugestimmt, die eigentlich ihm zugeordneten Fälle an die Bundesbehörde zu übertragen.

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Essen (ddp-nrw/sm) - Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) werde der Übertragung der Verfahren gegen die drei Stadtwerke an das Bundeskartellamt zustimmen, sagte ein Ministeriumssprecher der in Essen erscheinenden "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". Formal seien die Stadtwerke dem Landeskartellamt zugeordnet, das dem Wirtschaftsministerium angeschlossen ist. Die Bundesbehörde hatte jedoch um Übertragung des Verfahrens gebeten.

An Rhein-Energie in Köln und den Stadtwerken Essen ist der Energiekonzern RWE beteiligt, in Düsseldorf hält EnBW die Mehrheit der Anteile.

Die Stadtwerke Essen hatten zuvor einem Bericht der WAZ widersprochen, wonach ein Missbrauchsverfahren gegen das Unternehmen eingeleitet wurde. Ein Sprecher erklärte zudem, die Stadtwerke lägen mit ihren Erdgaspreisen unter dem Bundesdurchschnitt.

Die Landesregierung will im April ihrerseits gegen überhöhte Preise bei den Gasversorgern vorgehen. "Wir werden eine eigene Gaspreisüberprüfung machen, wer da auffällt, muss mit einem Kartellverfahren rechnen", sagte Ministerin Thoben. Insgesamt gibt es in NRW 141 Gasversorgungsunternehmen.