Wärmepumpen- und Nachtstrom

Bundeskartellamt prüft Heizstrom Preise auf Missbrauch

Das Bundeskartellamt hat ein Missbrauchsverfahren gegen Anbieter von Heizstrom eingeleitet. Untersucht werde die Preisgestaltung bei der Belieferung von Verbrauchern mit Strom zum Betrieb von Nachtspeicherheizungen und elektrischen Wärmepumpen, teilte die Bonner Behörde am Donnerstag mit.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Donnerstag (ddp.djn/red) - Die Ermittlungen beträfen ausschließlich den vom Bundeskartellamt als eigenständig angesehenen Markt für Heizstrom. In diesem Markt gebe es so gut wie keine alternativen Anbieter und damit auch keine Wechsel- und Ausweichmöglichkeiten für die Kunden.

Der Verbrauch an Heizstrom liege jährlich bei rund 20 Milliarden Kilowattstunden (kWh). Etwa vier Prozent aller Wohnungen in Deutschland würden mit Strom beheizt, also rund zwei Millionen Wohneinheiten, gab das Kartellamt weiter an. Namen der von der Untersuchung betroffenen Unternehmen nannte die Behörde nicht. Sie befänden sich überwiegend im Süden und Westen Deutschlands, da hier Nachtspeicherheizungen und Wärmepumpen stärker verbreitet seien, hieß es lediglich.