Überprüfung angedacht

Bundeskartellamt kritisiert angekündigte Energiepreiserhöhungen

Auch das Bundeskartellamt hat die von mehreren Energiekonzernen angekündigten Preiserhöhungen heftig kritisiert. Die geplanten Anhebungen seien eine "ziemlich dreiste Angelegenheit", sagte die Pressesprecherin der Wettbewerbsbehörde, Silke Christina Kaul auf Anfrage.

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Bonn (ddp/sm) - Ein Missbrauchsverfahren sei derzeit nur bedingt möglich, man denke aber über eine gründliche Überprüfung nach, betonte Kaul. Sie kündigte Gespräche mit den betroffenen Unternehmen an, in denen die Konzerne ihre "fadenscheinigen Begründungen" näher erläutern sollen.

Deutschlands größter Energiekonzern E.ON hatte am Montag deutliche Preiserhöhungen zum 1. Januar 2008 angekündigt. Zur Begründung verwies das DAX-Unternehmen auf gestiegene Beschaffungskosten sowie auf Abgaben zur Förderungen Erneuerbarer Energien. "Für die höheren Beschaffungspreise sind die Konzerne zum Großteil selbst verantwortlich", sagte Kaul.

Neben E.ON plant auch RWE deutliche Preiserhöhungen. Die Pläne waren bereits auf heftige Kritik aus der Politik und von Verbraucherschützern gestoßen.