Grünes Licht

Bundeskartellamt genehmigt Fusion von HEAG und Südhessischer Gas und Wasser AG

Das Bundeskartellamt hat keine Einwände gegen die Fusion von HEAG und der Südhessischen Gas und Wasser AG. Durch den rechtlichen Zusammenschluss entsteht der größte kommunal verankerte Energiedienstleister Südhessens mit einem Umsatz von etwa 900 Millionen Euro und einer modernen Netzinfrastruktur.

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Das Bundeskartellamt sieht in der Verschmelzung der Südhessischen Gas und Wasser AG auf die HEAG Versorgungs-AG keinen kontrollpflichtigen Zusammenschluss und deshalb keinen weiteren Handlungsbedarf. Das teilte die Behörde jetzt der Stadt Darmstadt mit. "Die Fusion der beiden regionalen Unternehmen zur HEAG Südhessischen Energie AG kann im kommenden Jahr planmäßig verwirklicht werden und ist nicht von den jüngsten gerichtlichen Entscheidungen zum Komplex Ruhrgas und E.ON betroffen", erklärte der Darmstädter Oberbürgermeister Peter Benz.

Die abschließende Entscheidung zum Zusammenschluss wollen die Anteilseigner (Stadt Darmstadt, Ruhrgas Energie Beteiligungs-AG und Thüga Beteiligungen AG) in den Hauptversammlungen am 22. August 2003 fällen. Die Fusion gilt dann rückwirkend zum 1. Januar 2003. Thüga und Ruhrgas werden jeweils 20 Prozent der Anteile an dem verschmolzenen Energieunternehmen halten. Mit knapp 53 Prozent hält die Stadt Darmstadt weiterhin die Mehrheit der Anteile.

Das Bundeskartellamt gab nun grünes Licht für den zweiten Schritt im Zusammengehen der beiden Energiedienstleister. Die Südhessische hat sich in diesem Jahr bereits an der von der HEAG Versorgungs-AG und den Stadtwerken Mainz gegründeten Vertriebsgesellschaft entega GmbH beteiligt und ihren Vertrieb an die entega übertragen. Die Unternehmen arbeiten seit 1. Oktober 2003 bereits sehr eng zusammen und werden in Personalunion von den Vorständen Albert Filbert und Dr. Ulrich Wawrzik geführt.