Heimischer Energieträger

Bundeskanzler nimmt modernstes Braunkohlekraftwerk der Welt in Betrieb

In Bergheim-Niederaußen hat Bundeskanzler Schröder gestern das weltweit modernste Braunkohlekraftwerk in Betrieb genommen. Die 1,2 Milliarden Euro teure Anlage speist eine elektrische Leistung von knapp 1000 Megawatt ins Netz ein. Sie wird jährlich 7,2 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugen.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

RWE Rheinbraun hat gestern in Bergheim-Niederaußem das erste Braunkohlenkraftwerk mit optimierter Anlagentechnik (BoA) offiziell in Betrieb genommen. Bundeskanzler Gerhard Schröder drückte im Beisein von Ministerpräsident Wolfgang Clement, RWE Aufsichtsratsvorsitzendem Friedel Neuber, RWE Vorstandschef Dr. Dietmar Kuhnt, RWE Rheinbraun-Vorstandsvorsitzendem Berthold Bonekamp und 300 Gästen den symbolischen roten Knopf. Die 1,2 Milliarden Euro teure Anlage speist eine elektrische Leistung von knapp 1000 Megawatt ins Netz ein. Sie wird jährlich 7,2 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugen und damit rechnerisch jeden vierten Einwohner Nordrhein-Westfalens versorgen.

Die Anlage ist das modernste Braunkohlenkraftwerk der Welt. Sie nutzt den Energiegehalt des Rohstoffs Braunkohle um 30 Prozent besser aus als die älteren Kraftwerksblöcke des Unternehmens, die es nach Bewährung im kommerziellen Regelbetrieb ersetzen wird. "Diese Großinvestition steht für unsere energiepolitische Kontinuität und unser Vertrauen in die Zukunft der Braunkohle als wettbewerbsfähiger heimischer Energieträger", stellte RWE Vorstandsvorsitzender Kuhnt bei der Feier heraus.

RWE Rheinbraun habe inzwischen beschlossen, vorzugsweise am Standort Neurath (Kreis Neuss) ein zweites BoA-Kraftwerk zu bauen. "Das Vorhaben kann allerdings nur realisiert werden, wenn die Wirtschaftlichkeit nicht durch eine Kohlendioxid-Pönalisierung oder unverhältnismäßige genehmigungsrechtliche Auflagen gefährdet wird", warnte Dietmar Kuhnt. Braunkohle gehöre in Deutschland zu einer sicheren und kostengünstigen Energieversorgung. Kuhnt: "Wer Wirtschaftskraft und Arbeitsplätze sichern und zugleich dem vorbeugenden Klimaschutz dienen will, für den kann es nur einen Weg geben: die intelligente Nutzung der Kohle. Und das heißt: Effizienzsteigerung durch immer bessere Technik."