Verantwortung für morgen

Bundeskabinett verabschiedet "Wegweiser Nachhaltigkeit 2005"

Die Regierung hat gestern Deutschlands Strategien für die Energiewende und den Schutz der biologischen Vielfalt beschlossen und mit dem "Wegweiser Nachhaltigkeit 2005" gleichzeitig eine Zwischenbilanz der Nachhaltigkeitspolitik vorgelegt. Sie bekräftigte ihr energiepolitischen Ziele.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (red) - Die Bundesregierung hat gestern im Bundeskabinett den "Wegweiser Nachhaltigkeit 2005" verabschiedet. Der Bericht dokumentiert die Umsetzung der 2002 beschlossenen, nationalen Nachhaltigkeitsstrategie "Perspektiven für Deutschland" und schreibt diese gleichzeitig fort. Schwerpunkt: Die Voraussetzungen nachhaltigen Wachstums und die Herausforderungen des demografischen Wandels.

Neben Steuer-, Sozial- und Familienpolitik kommt auch der nachhaltigen Energiepolitik eine wichtige Rolle zu, heißt es in dem Bericht. In den letzten Jahren sei die Energieproduktivität deutlich erhöht worden. Wind, Wasser, Sonne und andere erneuerbare Energien hätten nicht nur Arbeitsplätze geschaffen, sondern allein im Jahr 2004 zum Klimaschutz in einer Größenordnung von minus 70 Millionen Tonnen Kohlendioxid beigetragen. Von 1998 bis 2005 habe sich der Anteil erneuerbarer Energie am Stromverbrauch fast verdoppelt.

"Konsequenter und durchdachter Umweltschutz ist der zentrale Dreh- und Angelpunkt einer Politik, die ihrer Verantwortung fuer kuenftige Generationen gerecht wird", kommentierte denn auch Bundesumweltminister Jürgen Trittin. "Der Bericht ist eine neue Etappe auf dem Weg zu einem nachhaltigen Deutschland. Er liefert neue Fragen und komplexe Antworten auf die komplexen Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung in einer globalisierten Welt. Der Wegweiser offenbart auch, dass es keine einfachen Lösungen und schnelle Antworten gibt, die gar auf Bierdeckel passen, wie uns manch einer suggerieren will", ergänzte Winfried Hermann, umweltpolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen.

Der Wegweiser skizziert, welche weiteren Maßnahmen die Bundesregierung auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung ergreifen wird. Dies schließt beispielweise Antworten die Erschließung der Potentiale nachwachsender Rohstoffe sowie die Entwicklung einer Strategie für alternative Kraftstoffe und Antriebstechnologien ein.

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