Ab Juli 2008

Bundeskabinett bringt Energieausweise für Gebäude auf den Weg

Energieausweise werden künftig Aufschluss über die Energieeffizienz von Gebäuden geben. Das Bundeskabinett verabschiedete am Mittwoch in Berlin die entsprechende Energiesparverordnung. Der Energieausweis werde zeitlich versetzt verpflichtend, beginnend mit dem 1. Juli 2008 für ältere Wohngebäude.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Im Kern werde mit der Verordnung der Energieausweis für Bestandsgebäude bei Vermietung und Verkauf verpflichtend eingeführt, erläuterte das Bundeswirtschaftsministerium. "Der Gebäudeenergieausweis wird zu mehr Transparenz auf dem Immobilienmarkt führen", sagte Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU). Er setze einen deutlichen Anreiz für energiesparende Sanierungen. Dieses wichtige Instrument zur nachhaltigen Sicherung der Energieversorgung werde einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Zudem seien für die mittelständische Wirtschaft positive Auswirkungen zu erwarten.

Ein großer Teil der Verkäufer und Vermieter habe die Wahl zwischen so genannten Bedarfs- und Verbrauchsausweis. Bedarfsausweise würden ab 1. Oktober 2008 für Wohngebäude mit bis zu vier Wohneinheiten verpflichtend, wenn der Bauantrag gestellt worden ist, bevor die erste Wärmeschutzverordnung vom November 1977 gegolten hat und zwischenzeitlich keine Maßnahmen durchgeführt wurden, die dazu führen, dass das Anforderungsniveau der Wärmeschutzverordnung erfüllt wird.

Ausstellen dürfen die Energieausweise den Angaben zufolge qualifizierte Berufsgruppen, darunter vor allem Handwerker aus den Bereichen des Bau-, Ausbau- oder anlagentechnischen Gewerbes.