In Nord- und Ostsee

Bundesbehörde weist Eignungsgebiete für Windenergie aus

"Kriegers Flak" und "Westlich Adlergrund" in der Ostsee und "Nördlich Borkum" in der Nordsee wurden vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) erstmals als besondere Eignungsgebiete für Offshore-Anlagen ausgewiesen. Die Entscheidung wirke wie ein zustimmendes Sachverständigengutachten.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (ddp/sm) - Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat das Seegebiet "Kriegers Flak" vor Mecklenburg-Vorpommerns Küste als besonders geeignete Fläche für die Windenergienutzung festgelegt. Diese Entscheidung wirke in späteren Genehmigungsverfahren wie ein zustimmendes Sachverständigengutachten für die jeweiligen Standorte von Windparks, sagte eine Behördensprecherin am Montag in Hamburg.

Bei "Kriegers Flak" handle es sich um 35 Quadratkilometer großes Seegebiet, in dem der gleichnamige Offshore-Windpark gebaut werden solle. Windenergieanlagen in dem Gebiet würden weder die Sicherheit der Schifffahrt beeinträchtigen noch die Meeresumwelt gefährden. Die Auswirkungen für den ökologisch wichtigen Salzwasserzustrom aus dem Kattegat seien nach dem derzeitigen Kenntnisstand unerheblich.

Die heute im Gemeinsamen Ministerialblatt veröffentlichten Gebiete befinden sich in der so genannten "ausschließlichen Wirtschaftszone" (AWZ), also im Bereich jenseits der 12-Seemeilen-Hoheitszone bis zu einer Entfernung von 200 Seemeilen von der Küste. Neben "Kriegers Flak" erhielt in der Ostsee auch "Westlich Adlergrund" mit einer Größe von 109 Quadratkilometern grünes Licht. In der Nordsee wurde das insgesamt 542 Quadratkilometer umfassende und aus drei Teilgebieten bestehende Gebiet "Nördlich Borkum" positiv beschieden.