Mobile Container-Ausstellung

Bundesamt informiert über Endlagerung von Atommüll

Eine neue Ausstellung über die Endlagerung radioaktiver Stoffe ist seit Dienstag in Berlin zu sehen. In den kommenden Wochen solle sie an unterschiedlichen Standorten in ganz Deutschland gezeigt werden, teilte das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) mit.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Salzgitter/Berlin (ddp-nrd/red) - Später soll die in zwei Containern präsentierte Schau dauerhaft am Endlagerbergwerk in Gorleben aufgestellt. Ziel der Ausstellung sei es, das Interesse für die Fragen der Endlagerung zu wecken und grundlegende Sachzusammenhänge in verständlicher und spannender Form zu vermitteln, sagte der Präsident des Bundesamtes, Wolfram König.

"Wir stellen uns der Diskussion, denn ein Endlager kann nur mit der und nicht gegen die Bevölkerung realisiert werden". Das BfS betreibt die Endlager Asse und Morsleben sowie das Erkundungsbergwerk in Gorleben. In Salzgitter baut die Behörde die ehemalige Eisengrube Schacht Konrad zum Endlager aus.

Endlager Gorleben virtuell erkunden

In einem Container können Besucher den Angaben zufolge mit einer Messsonde Radioaktivität selbst messen. Ein Film erläutert die Geschichte des Standortes Gorleben. Im anderen Container kann das Erkundungsbergwerk Gorleben virtuell befahren werden. Karten geben einen Überblick über die Endlagersuche in anderen Ländern und das weltweite Aufkommen des radioaktiven Abfalls.

In Berlin ist die Ausstellung am Dienstag und Mittwoch von 9.00 bis 19.00 Uhr in der Georgenstraße/Ecke Reichstagsufer vor dem Bahnhof Friedrichstraße geöffnet.