Atommüll

Bundesamt genehmigt Lagerung neuer Castorbehälter in Gorleben

Im Atommüllzwischenlager Gorleben dürfen künftig auch neuartige Castorbehälter abgestellt werden. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) habe eine entsprechende Änderungsgenehmigung erteilt, wie ein Sprecher am Freitag mitteilte.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Gorleben (ddp/red) - Der Behälter vom Typ Castor HAW 28M sind für den Transport hochradioaktiver Glaskokillen aus Wiederaufarbeitungsanlagen konstruiert worden. Glaskokillen sind Metallzylinder, die in flüssiges Glas eingeschmolzene Abfälle enthalten.

Neue Behälter wegen höherer Strahlenbelastung

Die Entwicklung neuer Container war nötig geworden, weil der noch zu transportierende Atommüll aus der französischen Wiederaufarbeitungsfabrik La Hague wegen des stärkeren Abbrands der Brennstäbe heißer ist und stärker strahlt als die bisher angelieferten Abfälle. Weil es Verzögerungen bei der Zulassung der Castoren HAW 28 M gab, fand im vergangenen Jahr kein Castortransport statt. Für diesen Herbst rechnen Atomkraftgegner aber wieder mit einem Transport. Sie befürchten, dass jeder weitere zusätzliche Castorbehälter Gorleben auch als Endlagerstandort festschreibt, und haben deshalb Widerstand angekündigt.

32 neue Castorbehälter sollen eingelagert werden

Insgesamt stehen aus La Hague noch zwei Atommülltransporte nach Gorleben mit jeweils elf Castorbehältern an. Anschließend sollen noch 21 Behälter aus der britischen Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield in den Kreis Lüchow-Dannenberg gebracht werden. Bisher stehen im Gorlebener Zwischenlager 91 Castoren mit hoch radioaktivem Atommüll.