Bundesamt für Strahlenschutz verlängert Castor-Transportgenehmigungen

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Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat Anträgen der Nuclear Cargo + Service GmbH (NCS) stattgegeben, Transportgenehmigungen über den 31.12.2000 hinaus zu erweitern. Im einzelnen handelt es sich um Transporte von bestrahlten Brennelementen aus den Kernkraftwerken Stade, Biblis, Philippsburg sowie Grafenrheinfeld zur Wiederaufarbeitungsanlage der COGEMA in La Hague, Frankreich.


Im September 2000 hatte das BfS der NCS insgesamt acht Transporte in Behältern der Bauart TN13/2 und TN 17/2 genehmigt. Die Genehmigung war damals bis zum 31.12.2000 befristet worden. Grund dafür waren fehlende Nachweise der Deckungsvorsorge über diesen Zeitpunkt hinaus. Diese Versicherungsnachweise liegen nunmehr vor.



Gegen die bereits im September 2000 erteilten Genehmigungen für acht Transporte bestrahlter Brennelemente nach La Hague hat eine Klägergemeinschaft, der u.a. Vertreter der Umweltschutzorganisation "Greenpeace" angehören, Klage beim Verwaltungsgericht Braunschweig erhoben. Die Klage hat eine "aufschiebende Wirkung" auf die Durchführung der Transporte, da bisher kein "Sofortvollzug" für die Transportgenehmigungen angeordnet worden war. Bislang fehlt die konkrete Annahmebereitschaft der COGEMA für bestrahlte Brennelemente aus Deutschland.