Problem Endlagerung

Bundesamt für Strahlenschutz: Am Atomausstieg festhalten

Das Bundesamt für Strahlenschutz hat angesichts der neuen Atomdebatte vor ungeklärten Risiken der Kernkraft gewarnt. Die Endlagerung des hochgefährlichen Materials sei entgegen Aussagen von Atomkraft-Befürwortern noch nicht einmal technisch gelöst, sagte Behördenchef Wolfram König der "Westfälischen Rundschau".

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Dortmund (ddp/sm) - "Weltweit gibt es bis jetzt kein einziges Endlager für hoch radioaktive Abfälle." Auch daher sollte am vereinbarten Atomausstieg festgehalten werden.

In Deutschland wird Atommüll bisher an zentralen Zwischenlagern Ahaus, Gorleben und Lubmin sowie dezentralen Zwischenlagern an Standorten der Kernkraftwerke aufbewahrt. Als mögliche Endlagerstätte für radioaktive Abfälle wird seit 1979 nur der Salzstock Gorleben in Niedersachsen geprüft. "Es gibt bisher keinen Sicherheitsnachweis für Gorleben als unterirdisches Endlager hoch radioaktiven Atommülls", mahnte König. Dafür seien noch mindestens 15 Jahre nötig.