Billiger als geplant

Bundesamt für Naturschutz eröffnet Neubau in Bonn

Nach knapp zwei Jahren Bauzeit ist in Bonn der Erweiterungsbau des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) eingeweiht worden. Das Gebäude wurde nach modernsten ökologischen Standards errichtet, sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) bei der Einweihung.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Bonn (ddp-nrw/sm) - "Mit diesem Erweiterungsbau setzen wir zwei Zeichen: Bonn ist die Bundeshauptstadt des Naturschutzes. Und: ökologisches Bauen ist ökonomisch", fügte Gabriel hinzu. Die geplante Bausumme habe sogar um 300 000 Euro auf 9,5 Millionen Euro gesenkt werden können.

Das Gebäude ist mit unbehandeltem Lärchenholz aus nachhaltiger Forstwirtschaft verkleidet. Bei der Energieversorgung setzt das BfN nach eigenen Angaben auf Sparsamkeit und Naturverträglichkeit. Eine fast 100 Quadratmeter große Photovoltaikanlage auf dem Dach produziert etwa 17 000 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Seit 2004 bezieht das Bundesamt nur noch Öko-Strom, der durch Energiesparlampen besonders sparsam genutzt wird.

Die Wärme kommt direkt aus der Erde. Rohre, die 80 Meter tief ins Grundwasser hinabreichen, nutzen dessen Energie. Die Toilettenspülung wird mit dem auf dem Flachdach gesammelten Regenwasser betrieben. Die Innenwände sind als Schallschutz mit Schurwolle gedämmt. Sogar die Kleiderbügel tragen das FSC-Siegel für naturnahe Waldwirtschaft.

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