Strom-News
Glühbirnen hamstern unsinnigHamsterkäufe von Glühbirnen vor dem Verkaufsverbot ab September sind nach Einschätzung des Umweltbundesamtes "unsinnig". Energiesparleuchten brächten zahlreiche Vorteile. Dass diese nur kaltes Licht lieferten, schnell kaputt gingen und lange bräuchten, bis sie hell würden, seien Vorurteile, die längst überholt seien.
Berlin (afp/red) - . Bei der Lichtfarbe gebe es Töne, die der Glühbirne nahe kämen, und Qualitätslampen ließen sich bis zu 30.000 Mal an- und ausschalten, bevor sie kaputtgingen. Energiesparlampen schnitten mit ihrer Umweltbilanz von der Herstellung bis zum Lebensende zudem "erheblich besser" ab als Glühbirnen.
(Foto / Abb.: Sabine/Fotolia.de)
Der Verkauf von Glühlampen in Deutschland stieg laut einer GfK-Studie in den ersten Monaten des Jahres um 17 Prozent. In anderen EU-Ländern ging der Absatz demnach dagegen deutlich zurück. In den Niederlanden wurden knapp 35 Prozent weniger Glühbirnen verkauft, in Großbritannien 23 Prozent und in Frankreich fast neun Prozent weniger.
Das Glühlampen-Vermarktungsverbot, das die EU Ende vergangenen Jahres beschlossen hat, um ihre Energieeffizienz- und Klimaschutzziele zu erreichen, tritt ab 1. September stufenweise in Kraft. Zunächst werden 100-Watt-Birnen sowie sämtliche matten Exemplare aus den Regalen im Handel verschwinden. Bis zum 1. September 2012 werden dann schrittweise alle Glühbirnen vom Markt genommen.
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Eine Studie ergab, dass die Deutschen im internationalen Vergleich weniger Umweltbewusstsein aufgebaut haben. Dem Klimawandel sehen die Deutschen recht gelassen entgegen. Außerdem fühlen sich nur wenige der Befragten für die ökologischen Probleme verantwortlich.
Der Zoll soll nach einem Verkaufsverbot für Glühlampen die Einfuhr der stromfressenden Lichtquellen verhindern. Verhindert werden soll vor allem der Versand durch außerhalb der EU ansässige Onlineshops, wie ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums der "Wirtschaftswoche" sagte.
Glühbirnen werden bald schrittweise vom Markt verschwinden. Jedoch kaufen derzeit einige Verbraucher die alten Leuchten auf Vorrat. Das Umweltbundesamt rät jedoch, nicht zu den alten, stromfressenden Glühbirnen zu greifen und gibt Tipps zum Einkauf von Energiesparlampen.
Der Energiesparlampenhersteller Megaman fordert einen Aufpreis von fünf Euro pro Glühbirne, damit sie auf dem gleichen Preisniveau wie Energiesparlampen gehandelt werden. Außerdem sollte laut Megaman auf Grund der Hamsterkäufe das Glühlampen-Verbot aufgehoben werden.
Viele Bundesbürger decken sich offenbar mit einem Vorrat an Glühbirnen ein. Kaum hat die Europäische Kommission beschlossen, die Glühbirnen aus Umweltgründen ab 1. September 2009 schrittweise vom Markt zu nehmen, berichten Medien bereits von Hamsterkäufen.Strompreise vergleichen
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