Klimakiller

BUND zeigt Alternativen für Kohlekraftwerk Moorburg auf

Laut einer vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) in Auftrag gegebenen Studie können beim Verzicht auf den Neubau des geplanten Kohlekraftwerks in Moorburg bis zu 80 Prozent CO2 einsparen. Stattdessen sollte man auf Erdgas und Erneuerbare Energien setzen.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin/Hamburg (red) - Bei einem Verzicht auf den Neubau lassen sich unter Ausnutzung aller Alternativen wie der Steigerung der Energieeffizienz, dem Ausbau erneuerbarer Energien, der Kraft-Wärme-Kopplung und des Einsatzes von Erdgas die CO2-Emissionen bis 2030 um bis zu 80 Prozent verringern, so das Ergebnis einer vom BUND in Auftrag gegebenen Studie des Heidelberger Ifeu-sowie des Hamburger Arrhenius-Instituts.

Der Studie zufolge ändere auch die kürzlich zwischen dem Hamburger Senat und Vattenfall geschlossene Vereinbarung über die Teilmodernisierung der Moorburger Anlage an der negativen Klimabilanz des Kraftwerks wenig. Selbst mit dieser sogenannten "optimierten Wärmeauskopplung" verursacht das Moorburger Kraftwerk pro erzeugte Kilowattstunde Strom noch rund 800 Gramm Kohlendioxid. Entscheidende Emissionsminderungen ließen sich nur erzielen, wenn statt Kohle das umweltfreundlichere Erdgas eingesetzt werden würde. Bei optimierter Wärmenutzung lassen sich die spezifischen Emissionen damit um etwa zwei Drittel verringern, so der BUND.

"Hamburg kann in Sachen Klimaschutz nur dann vorankommen, wenn das Kohlekraftwerk Moorburg nicht gebaut wird", so BUND-Landesgeschäftsführer Manfred Braasch. Auch Bürgermeister Ole von Beust muss endlich begreifen, dass es nicht nur klimafreundlicher sondern auf lange Sicht auch kostengünstiger ist, wenn er die Vattenfall-Pläne stoppt."