Maßnahmenpaket vorgestellt

BUND will mit Energieberatung Geringverdiener entlasten

Angesichts der steigenden Energiekosten fordert der BUND Entlastungungen einkommensschwacher Haushalte. Allerdings setzen die Umweltschützer dabei nicht auf Subventionen in Form von Sozialprojekten, sondern auf die Finanzierung von Energieberatungsprojekten sowie auf Zuschüsse bei der Anschaffung sparsamer Haushaltsgeräte.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Ein vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) vorgestelltes Maßnahmenpaket sieht unter anderem die Finanzierung von Energieberatungsprojekten vorsieht. Bundesweit vorbildlich seien entsprechende Modellprojekte wie das der Caritas in Frankfurt am Main.

Kern des Projektes "Cariteam Energiesparservice" der Caritas Frankfurt am Main sei die Qualifizierung Arbeitloser zu Serviceberatern für Energie- und Wasserspartechnik. Diese führen in Haushalten mit geringem Einkommen kostenlos Energieberatungen durch und informieren über Einsparmöglichkeiten. Außerdem bekommen die Haushalte ein "Starterpaket", das unter anderem Energiesparlampen und Wassersparduschköpfe enthält. Damit ließen sich pro Jahr etwa 100 Euro Stromkosten sparen.

Dem Maßnahmenpaket des BUND zufolge müsse die Bundesregierung für bundesweit rund zwei Millionen betroffene Haushalte etwa 150 Millionen Euro für ein solches Beratungsprogramm bereitstellen. Weiter fordert der Verband ein Programm, das die Anschaffung stromeffizienter Haushaltsgeräte fördert. Dafür wären weitere 200 Millionen Euro pro Jahr nötig. Zur Finanzierung beider Programme sollten die Erlöse aus dem Emissionshandel verwendet werden.

Sozialtarife lehnt der Umweltverband ab. "Es gibt nur eine angemessene Antwort auf die steigenden Energiekosten: der Energieverbrauch muss runter", sagte BUND-Vorsitzender Hubert Weiger. Anstatt einen Teil der Stromrechnung zu bezahlen, müsse die Regierung das Energiesparen entschlossen fördern, fordert der Verband.