FINO 3

Bund verstärkt Offshore-Forschung

Mit der Übergabe der Zuwendungsbescheide im Rathaus von Husum wurde in dieser Woche der Bau einer weiteren Forschungsplattform in deutschen Meeresgewässern ermöglicht. Das Umweltministerium fördert die Plattform FINO 3 und die damit verbundenen Forschungsprojekte mit etwa 3,6 Millionen Euro.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Husum/Berlin (red) - Das Land Schleswig-Holstein steuert mit Hilfe von EU-Mitteln weitere 4,3 Millionen Euro bei. Mit dem Bau der Forschungsplattform wird die Errichtung mehrerer Offshore-Windparkprojekte vor der Küste Schleswig-Holsteins vorbereitet, um eine zukunftsfähige und nachhaltige Entwicklung im Energiebereich voranzutreiben.

Für die Bundesregierung ist die Windenergienutzung durch seegestützte Anlagen ("Offshore") von hoher umwelt- und energiepolitischer Bedeutung, teilte das Ministerium in diesem Zusammenhang mit. Bis 2020 sollen mindestens 20 Prozent des Stromverbrauchs durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Einen wesentlichen Anteil hieran sollen Offshore-Windenergieanlagen liefern.

Auf FINO 3 werden in den kommenden Jahren vor allem Gründungsstrukturen der Windkraftanlagen, Blitzintensität, Windlasten und möglicher Energieertrag erforscht. Des weiteren werden mögliche Auswirkungen von Windparks auf Vögel und Meereslebewesen untersucht. FINO 3 wird die dritte Plattform zur Erforschung der Windenergie in deutschen Gewässern sein. Mit einer Fertigstellung wird im Herbst 2007 gerechnet. Bereits 2003 ging die nördlich von Borkum gelegene Forschungsplattform FINO 1 in Betrieb. Der Bau von FINO 2, nördlich von Rügen, ist für Herbst dieses Jahres geplant.