Annäherung

Bund und Länder schließen Kompromisse zum Ökostromausbau

Was den Ökostromausbau angeht, konnten sich Bund und Länder beim Spitzentreffen zumindest annähern. Wie sehen die Grundzüge für die EEG-Reform demnach bisher aus?

ÖkostromBei der zukünftigen Ökostromförderung konnten sich Bund und Länder immerhin auf Eckpunkte verständigen.© Benjamin Haas / Fotolia.com

Berlin - Bund und Länder wollen den weiteren Ausbau der Windenergie drosseln und so auch die Kosten bei der Förderung von Ökostrom besser in den Griff bekommen. Bei einem Spitzentreffen verständigten sich Bundesregierung sowie die Regierungschefs der Länder auf Grundzüge für den Ökostrom-Ausbau. Die bisherigen Eckpunkte:

Förderung: Mit der Reform des Erneuerbare-Energie-Gesetzes (EEG) sollen ab 2017 die auf 20 Jahre festgelegten Garantiepreise für die Stromabnahme aus neuen Anlagen wegfallen. Stattdessen werden Projekte ausgeschrieben: Wer am wenigsten Subventionen verlangt, erhält dann den Zuschlag.

Ausbaupfad: Es bleibt bei dem Ziel, dass bis zum Jahr 2025 etwa 40 bis 45 Prozent des Stromverbrauchs aus Ökostrom-Quellen kommen. Derzeit liegt der Anteil bei etwa 33 Prozent. Der Ausbau von Ökostrom sowie der Netze sollen besser verzahnt werden.

Wind an Land: Für Windparks an Land (Onshore) soll ein Zubau von 2.800 Megawatt brutto jährlich festgelegt werden. Das entspricht einer Menge von rund 1.000 Windrädern. Bisher waren 2.500 Megawatt angepeilt worden. Der Ersatz alter durch neue Anlagen soll aber nicht angerechnet werden. Die Förderung neuer Windparks soll einmalig zum 1. Juni 2017 um fünf Prozent gekürzt werden.

Wind auf See: Bei Windparks auf hoher See (Offshore) sieht das EEG 2014 bisher ein Ausbauziel von 6.500 Megawatt für 2020 und von 15.000 Megawatt für 2030 vor. Um auf einen kontinuierlichen Ausbau zu kommen, sollen mit jährlichen 730 Megawatt die Ausschreibungsmengen gleichmäßig verteilt werden.

Photovoltaik: Künftig sollen jährlich Solaranlagen mit einer Leistung von 600 Megawatt ausgeschrieben werden. Kleine Anlagen auf Dächern sollen aber wie bisher gefördert werden. Im Bereich Solarenergie bleibt es beim Ausbauziel von 2.500 Megawatt.

Quelle: DPA