Trianel-Gemeinschaftsprojekt

BUND und Bürgerinitiative wollen gegen Steinkohlekraftwerk klagen

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Bürgerinitiative Kontra Kohle Kraftwerk wollen mit einer gemeinsamen Klage gegen das geplante Trianel-Steinkohlekraftwerk in Lünen vorgehen. Im Falle einer Genehmigung solle das Kraftwerk juristisch gestoppt werden.

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Lünen (ddp-nrw/sm) - BUND und Bürgerinitiative riefen überdies die Bevölkerung dazu auf, die absehbare Klage zu unterstützen, um das "klimaschutzpolitisch verheerende Kraftwerksprojekt" zu verhindern, wie die beiden Organisationen mitteilten.

Die Aachener Trianel-Gruppe will im Verbund mit 28 weiteren regionalen und kommunalen Versorgungsunternehmen das Kohlekraftwerk bis 2012 in Lünen errichten. Die Kosten liegen bei mehr als einer Milliarde Euro. Das Kraftwerk soll eine Leistung von 750 Megawatt und einen Wirkungsgrad von mehr als 45 Prozent haben. Die Stromerzeugung soll bis zu sechs Milliarden Kilowattstunden pro Jahr betragen.

Der BUND und die Bürgerinitiative warnten davor, dass die Gesundheit der Menschen in Lünen und Umgebung durch das Kraftwerk und seine gesundheitsschädlichen Feinstäube und Schwermetalle gefährdet werde. Zudem halten die Umweltschützer das Kraftwerk für energiepolitisch überflüssig. "Die von vielen Kraftwerksplanern behauptete angebliche Stromlücke existiert nicht", sagte der stellvertretende BUND-Bundesvorsitzende Klaus Brunsmeier.