Ausbau weiter möglich

BUND setzt ab 2050 komplett auf erneuerbare Energie

Nach Vorstellung des BUND soll die Energieversorgung in Nordrhein-Westfalen bis zum Jahr 2050 komplett durch regenerative Energieträger abgedeckt werden. Damit sind die Umweltschützer anderer Meinung als ihre Kollegen vom NABU, die einen weiteren Ausbau der Windenergie im Land nicht empfehlen.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht noch erhebliche Potenziale für den Ausbau der Windkraft in Nordrhein-Westfalen. Er sei in diesem Bereich anderer Meinung als der Naturschutzbund (NABU) und halte die Möglichkeiten für die Windenergie für noch lange nicht ausgeschöpft, sagte BUND-Landesvorsitzender Klaus Brunsmeier am Dienstag in Düsseldorf.

Bis zum Jahr 2050 soll die Energieversorgung in NRW nach Vorstellung des BUND komplett durch regenerative Energieträger abgedeckt werden. Dies sei "machbar", betonte Brunsmeier. Große Chancen lägen dabei sowohl in der Windkraft als auch im Bereich Biomasse und bei der Wasserkraft. Zugleich müsse die Energieeinsparung weiter vorangetrieben werden. Derzeit liegt der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung nach Angaben des BUND-Landesvorsitzenden bei rund acht Prozent. Ende des vergangenen Jahres drehten sich im Land knapp 2300 Windkraftanlagen.

Brunsmeier wies zugleich Kritik zurück, dass der Einsatz für Umwelt und Naturschutz Arbeitsplätze im Land gefährde. Vielmehr wäre eine Preisgabe von Umweltstandards schädlich für den Wirtschaftsstandort NRW. Insbesondere im Bereich der erneuerbaren Energien gebe es "riesige Chancen" für neue Arbeitsplätze und für den Export.