Nach Störfall

BUND: Leicht erhöhte Strahlenwerte bei AKW Fessenheim

Nach einem kleinen Störfall im französischen Atomkraftwerk Fessenheim hat der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) leicht erhöhte Strahlung in der Region festgestellt. Bei einer Überprüfung der Messwerte sei in den Daten von Montag ein geringer Anstieg der Radioaktivität aufgefallen, teilte die Umweltschutzorganisation am Freitag in Freiburg mit.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Freiburg (dapd-bwb/red) - Am Sonntag war es zu einer automatischen Abschaltung von Reaktorblock 1 in Fessenheim gekommen. Ob der Anstieg in Verbindung steht mit der Abschaltung, konnte der BUND nicht beurteilen.

Beim Bundesamt für Strahlenschutz hieß es, kurzfristige Anstiege kämen immer wieder vor. So würde die natürlich vorkommende Radioaktivität etwa bei Regen aus der Luft gewaschen und treffe mit dem Regenwasser auf die Messsensoren. Dies könne zu kurzfristigen Anstiegen führen.

Nach Angaben des Kraftwerkbetreibers war am vergangenen Wochenende wegen planmäßiger Wartungsarbeiten an einer Pumpe im nicht-nuklearen Bereich die Reaktorleistung in Block 1 abgesenkt worden. Als die Leistung am Sonntag wieder erhöht werden sollte, schaltete sich der Reaktor wegen falscher Bedienung automatisch ab. Nach Kontrollen sei Block 1 am Montag wieder ans Netz gegangen.