Zum Energiegipfel

BUND legt Stromsparpaket vor

Anlässlich des Energiegipfels am kommenden Montag hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ein "Stromsparpaket" vorgelegt, mit dem sich den Angaben zufolge bis 2012 bis zu 47 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) vermeiden lassen. Kernthema ist dabei die Energieeffizienz.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (red) - Es gehe darum, alle Energieverbraucher in Industrie, Dienstleistungsgewerbe und Privathaushalten zum effizienten Umgang mit Elektrizität anzuhalten, so Brigitte Dahlbender, stellvertretende BUND-Vorsitzende. Dazu müsse die Bundesregierung ein Markteinführungsprogramm für effiziente Elektrogeräte auflegen. Der Stromverbrauch der Geräte müsse klar ausgewiesen und Standby-Systeme verboten werden. Das nütze der Schonung der Ressourcen und dem Klimaschutz.

Dahlbender: "Wir fordern Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, den Energiegipfel zum Effizienzgipfel zu machen. Sie darf sich nicht auf die Alibiprojekte der großen Stromkonzerne einlassen. Die Energieriesen haben kein Interesse, den Stromverbrauch in Deutschland zu verringern, da ihr Kraftwerkspark auf einen möglichst hohen Stromabsatz ausgelegt ist. Deswegen brauchen wir gesetzliche Rahmenbedingungen, die das Stromsparen verbindlich machen."

In seinem "Stromsparpaket" weise der BUND nach, dass für den Zeitraum von 2008 bis 2012allein mit effizienten Geräten und Verfahren mehr als das Fünfzehnfache vermieden werden könne als von der Bundesregierung vorgeschrieben: 22 Millionen Tonnen CO2 mit effizienten Technologien in der Industrie, weitere 25 Millionen Tonnen in Haushalten und bei Kleinabnehmern.

Um dieses Potential auszuschöpfen, müssten schnell effektive Anreize für mehr Stromeffizienz gegeben werden. Beispielsweise könnte ein Effizienzfonds moderne Beleuchtungs- und Lüftungsanlagen in der Industrie sowie effiziente Haushaltsgeräte und sparsame Unterhaltungselektronik fördern. BUND-Geschäftsführer Gerhard Timm: "Einige dieser Vorschläge können nur auf europäischer Ebene umfassend umgesetzt werden." Er fordert daher ein klares Signal für deutsche EU-Ratspräsidentschaft.

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