Energiepreise

BUND legt Ökosteuer-Reformvorschlag vor

Für die Zeit nach 2003 ist der Umweltverband der Meinung, dass die ausgesetzte Erhöhung bei Heizöl und Erdgas erneut aufgenommen und auch bei der Stromsteuer fortgesetzt werden müsste.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat heute Eckpunkte zur Fortführung der ökologischen Steuerreform für die Zeit nach 2003 vorgelegt. Darin wird die weitere schrittweise Anhebung der Energiepreise und die Reduzierung der Ermäßigungen für die Industrie gefordert.

Der BUND fordert zunächst eine weitere kontinuierliche Erhöhung der Benzinpreise: Zehn Pfennige pro Liter Ökosteueranhebung jährlich sind nach BUND-Auffassung das Minimum, um den Benzinverbrauch weiter zu drosseln. Zusätzliche 20 Pfennige Erhöhung sollten von der Rohölpreis- und Dollarkursentwicklung sowie von den Benzinsteuern in EU-Nachbarländern abhängig gemacht werden.

Die Ökosteuer dürfe sich nicht auf Benzinpreiserhöhungen beschränken, führte der BUND aus. Die ausgesetzte Erhöhung bei Heizöl und Erdgas müsste erneut aufgenommen und auch bei der Stromsteuer fortgesetzt werden. Zugleich sei eine Kampagne zur Stromeinsparung notwendig. Die Förderprogramme für Wärmedämmung in Altbauten sollten aufgestockt und popularisiert werden.

Gerhard Timm, BUND-Bundesgeschäftsführer: "Von der Bundesregierung erwarten wir, dass sie nicht vor dem plumpen Anti-Ökosteuer-Populismus der Opposition kuscht."