Nach Zwangsräumung

BUND kündigt weiteren Widerstand gegen Garzweiler II an

Nach der Zwangsräumung der von Umweltschützern besetzten Obstwiese am Tagebau Garzweiler II im Rhein-Kreis Neuss kündigt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) weiteren Widerstand an. Zudem haben die Umweltschützer rechtliche Schritte angekündigt.

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Neuss/Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - "Es werden auch künftig alle rechtsstaatlichen Mittel genutzt, die Totalzerstörung von Natur, Landschaft und Grundwasser durch den Braunkohletagebau und die Zwangsvertreibung zigtausender Menschen zu beenden", sagte BUND-Geschäftsleiter Dirk Jansen am Freitag in Düsseldorf. Die fortgesetzte Nutzung der Braunkohle sei angesichts fortschreitenden Klimawandels ein "Verbrechen an den betroffenen Menschen und der Umwelt" und durch nichts zu rechtfertigen.

Ein Großaufgebot der Polizei hatte am Donnerstagabend die zehntägige Besetzung der Obstwiese durch BUND-Aktivisten beendet. Die Umweltschützer ließen sich einzeln von mehreren Dutzend Einsatzkräften vom Gelände tragen. Unmittelbar nach der Zwangsräumung zerstörten RWE-Bagger die Wiese.

Die Umweltschützer kündigten an, wegen der Abweisung der Klage gegen die Grundabtretung durch das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster in Kürze Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht Leipzig einzulegen. Noch liege die schriftliche Urteilsbegründung des OVG allerdings nicht vor.