Gesundheitsgefährdend

BUND klagt gegen Trianel-Kraftwerksprojekt

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat beim Oberverwaltungsgericht Münster Klage gegen das geplante Trianel-Steinkohlekraftwerk in Lünen eingereicht. Die Klage gegen den bereits erteilten Genehmigungsbescheid wird von der Bürgerinitiative Kontra Kohle Kraftwerk unterstützt.

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Lünen/Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Mit dem juristischen Schritt wollen die Kraftwerksgegner gegen den von der Bezirksregierung Arnsberg erteilten Genehmigungsbescheid vorgehen. Eine aufschiebende Wirkung hat die Klage nicht.

Die Bezirksregierung hatte den Bau und Betrieb des Kraftwerks der Aachener Trianel-Gruppe Anfang Mai genehmigt. Trianel will das Kraftwerk im Verbund mit 28 weiteren regionalen und kommunalen Versorgungsunternehmen betreiben. Die Kosten liegen bei mehr als einer Milliarde Euro. Das Kraftwerk soll eine Leistung von 750 Megawatt haben und 2012 in Betrieb gehen.

Der BUND hält den Vorbescheid und die erste Teilgenehmigung für rechtswidrig, da die Genehmigungsvoraussetzungen nach den Vorgaben des Bundes-Immissionsschutzgesetzes nicht erfüllt seien. Der Betrieb des Kraftwerks gefährde die Gesundheit der Menschen, weil er "erhebliche Umweltschäden" mit sich bringe und der Kohlendioxidausstoß den Klimawandel forciere.