"Mustergültig"

BUND: Keine Änderung der Windkraft-Regelungen in NRW

Der derzeit gültige Windenergie-Erlass in NRW sei "mustergültig" und ein "guter Kompromiss zwischen den Interessen aller Beteiligten", sagte der Landesvorsitzende des BUND, Klaus Brunsmeier. Da eine Änderung nicht notwendig sei, lehnte er die von der neuen Regierung geplanten Änderungen ab.

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Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Die von der schwarz-gelben Landesregierung geplanten restriktiveren Regelungen zum Bau von Windrädern in NRW stoßen beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) auf heftige Kritik. Der derzeit gültige Windenergie-Erlass des Landes sei "mustergültig" und ein "guter Kompromiss zwischen den Interessen aller Beteiligten", sagte der Landesvorsitzende des BUND, Klaus Brunsmeier, in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur ddp. Eine Änderung sei überhaupt nicht notwendig.

Brunsmeier betonte, dass mit der derzeitigen Regelung das bevölkerungsreichste Bundesland seinen Beitrag leisten könne, damit auf Bundesebene bis zu 15 Prozent des Stromverbrauchs durch Windkraft gedeckt werden könnten. Dies sei nach bisherigem Stand bis 2015 machbar. Sollte es hingegen in NRW neue Regelungen zum Bau von Windkraftanlagen geben, sei dieses Ziel nicht mehr zu schaffen. Den von CDU und FDP geplanten Mindestabstand von 1500 Metern zu Wohngebäuden hält der Vorsitzende für "rechtswidrig".

Der BUND-Landesvorsitzende appellierte auch, die derzeitige Förderung der Windenergie und somit das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) beizubehalten. Dieses sei ein "Erfolgsmodell", das auch von anderen Ländern übernommen worden sei. Schwarz-Gelb kritisiert eine "Überförderung" der Windkraft und plant eine Bundesratsinitiative, um das EEG zu ändern.