Vorwurf Klimaschädigung

BUND fordert Stopp für geplantes Braunkohlekraftwerk

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland hat bei der Bezirksregierung Düsseldorf den Antrag gestellt, die Genehmigung für das geplante Braunkohlekraftwerk in Grevenbroich-Neurath (Nordrhein-Westfalen) zu versagen. Das Zwei-Milliarden-Euro-Projekt von RWE zementiere die Braunkohlenutzung für weitere 40 Jahre.

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Düsseldorf (ddp-nrw). Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) macht Front gegen den geplanten Bau eines zweiten modernen Braunkohlekraftwerkes in Nordrhein-Westfalen. Der Landesverband beantragte am Donnerstag bei der zuständigen Bezirksregierung Düsseldorf, die Genehmigung für das so genannte Braunkohlekraftwerk mit optimierter Anlagentechnik (BoA) in Grevenbroich-Neurath zu versagen.

Dieses Zwei-Milliarden-Euro-Projekt von RWE sei eine Investition in "fortgesetzte Umweltzerstörung und Klimaschädigung", kritisierte der BUND. Vielmehr müssten hocheffiziente Gaskraftwerke (GuD) gebaut sowie Technologien zum Energiesparen und der Ausbau erneuerbarer Energien forciert werden. Braunkohle sei der klimaschädlichste aller Energieträger. Ein Bau des BoA würde die Braunkohlenutzung für weitere 40 Jahre zementieren.

Vor zwei Jahren war in Niederaußem nach vier Jahren Bauzeit das erste BoA ans Netz gegangen. Es ist nach Angaben der Betreiber das weltweit modernste Braunkohlekraftwerk.