"Hausaufgabe für Glos"

BUND fordert bessere Verbrauchskennzeichnung

Der Stromverbrauch von Elektrogeräten ist nach Auffassung des BUND nur unzureichend gekennzeichnet. Da von den 550 in Deutschland angebotenen Waschmaschinen 500 das Energielabel "A" trügen, längst aber nicht alle wenig Energie verbrauchen, müssten die Regeln dringend überarbeitet werden.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat Bundeswirtschaftsminister Michael Glos aufgefordert, die Überarbeitung und Ausweitung der Kennzeichnungsregeln für den Stromverbrauch von Elektrogeräten in Angriff zu nehmen. Glos müsse auf EU-Ebene eine entsprechende Initiative starten, damit sparsame Geräte künftig besser erkennbar seien, hieß es von Seiten der Umweltschützer.

Gültige Regeln zur Verbrauchskennzeichnung gebe es derzeit nur für große Haushaltsgeräte, Klimaanlagen und die Wohnraumbeleuchtung, bemängeln sie. Vergleichbare Vorschriften fehlten für Unterhaltungselektronik sowie Büro- und Haushaltskleingeräte. Da aber etwa ein Zehntel des Stromverbrauchs in Deutschland auf deren Konto gehe, könnte Glos könne mit einer solchen Initiative zusätzliche Innovationen im Energiesektor fördern.

Der BUND kritisierte insbesondere, dass die heutigen Kenzeichnungsregeln bereits seit zehn Jahren unverändert gültig seien. Inzwischen gebe es nicht nur einen rasanten technischen Fortschritt bei Energiespartechniken, sondern auch weiter steigende Strompreise. Deshalb sei ein neuer Anlauf für mehr Stromeffizienz und Energiesparen dringend erforderlich. Der Verband bemängelte auch, dass die Eingruppierung von Großgeräten in die Stromverbrauchsklassen "G" (schlechteste) bis "A" (beste) keine ausreichende Orientierung mehr biete. So kennzeichne das "A" nicht in allen Fällen die besten Geräte, gebe es doch beispielsweise bei Kühlschränken schon "A++". Auch von den 550 auf dem deutschen Markt angebotenen Waschmaschinen seien bereits etwa 500 mit dem A-Label gekennzeichnet.