Erhöhung der Strompreise

Bund der Energieverbraucher wirft Versorgern Profitgier vor

Der Bund der Energieverbraucher wirft den Stromversorgern wegen der angekündigten Preisrunde unmoralisches Verhalten vor. "Es ist jetzt offensichtlich, dass die Preissteigerungen nur dazu dienen, um die Profite zu erhöhen", sagte der Verbandsvorsitzende Aribert Peters der "Thüringer Allgemeine".

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Erfurt (ddp/sm) - Die Grenze dessen, was Verbraucher gerade noch hinnähmen, sei erreicht, so Peters. Die Energiepreise in Deutschland seien bereits jetzt um sechs Cent pro Kilowattstunde überteuert. Peters forderte die Bürger auf, diesen Betrag von der Stromrechnung abzuziehen und dagegen zu klagen.

Neben den Energiekonzernen RWE und E.ON hatten eine Reihe von Stromversorgern bei den Genehmigungsbehörden in den Bundesländern Strompreiserhöhungen beantragt. Dem Vernehmen nach bewegen sich die beantragten Steigerungen zwischen fünf und elf Prozent. Die Anträge werden überwiegend mit gestiegenen Beschaffungskosten begründet. "Für uns ist eine sichere Kalkulation momentan äußerst schwierig", räumte RheinEnergie-Vertriebsvorstand Bernhard Witschen ein. "Nach wie vor fehlten auch Rahmendaten für die Netznutzung. Die RheinEnergie AG setzte 2004 mehr als 30 Milliarden Kilowattstunden Strom ab. Das Unternehmen hat mehr als 2,5 Millionen Kunden in der rheinischen Region.