Sackgasse

BUND bezeichnet Technik zur CO2-Abscheidung als Unsinn

Umweltschützer des BUND zweifeln an der Abscheidung von Kohlendioxid in Braunkohlekraftwerken. In Norwegen hätten die staatlichen Ölkonzerne ihre Pläne zur unterirdischen CO2-Einlagerung vorerst aufgegeben, betonte der Brandenburger BUND-Landesgeschäftsführer Axel Kruschat.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Potsdam (ddp-lbg/sm) - Es sei geplant gewesen, in zwei Pilotanlagen das klimaschädliche Kohlendioxid abzuspalten und dann unterirdisch abzulagern. Doch hätten sich die Kosten für den Betrieb der Anlagen als zu hoch erwiesen.

Kruschat betonte, damit habe sich in Norwegen gezeigt, was in Brandenburg sowohl von Landesregierung als auch vom Energiekonzern Vattenfall abgestritten werde. Die sogenannte CCS-Technologie sei "eine Sackgasse und betriebswirtschaftlicher Unsinn". Vor allem bei der Speicherung werde die Technologie niemals über die Versuchsphase hinauswachsen.

CCS dürfe nicht weiter als Rechtfertigung dafür herhalten, dass Dörfer in Brandenburg wegen neuer Tagebaue von der Landkarte verschwinden und beim Klimaschutz nichts passiert. In den bereits genehmigten Tagebauen könne schließlich noch bis über 2040 hinaus Braunkohle gefördert werden.