Vorhaben stoppen

BUND bereitet Klage gegen Kraftwerk in Lubmin vor

Für den Fall der Genehmigung des umstrittenen Steinkohlekraftwerks in Lubmin hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Klage angekündigt. Der Umweltverband habe zusätzliches Geld zur Finanzierung einer Klage bereitgestellt, sagte der BUND-Bundesvorsitzende Hubert Weiger.

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Lubmin (ddp-nrd/sm) - Er sehe gute rechtliche, naturschutzfachliche und politische Voraussetzungen, um den dänischen Dong-Konzern zu zwingen, das Vorhaben aufzugeben. Mit der kompromisslosen Ablehnung wolle der BUND ein Zeichen setzen, betonte Weiger.

Er äußerte sich zuversichtlich, das Kraftwerk rechtlich zu verhindern. Eine Genehmigung sei wegen der großen Gefährdung des europäischen Schutzgebietes "Greifswalder Bodden" in jedem Fall angreifbar. Die strengen Vorgaben des EU-Naturschutzrechtes zum Ausgleich des Eingriffs würden nicht eingehalten, kritisierte Weiger. Das aktuelle Gutachten des Instituts für Ostseeforschung belege zudem gravierendere Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt des Boddens, als der Investor in seinen Antragsunterlagen vorgebe.

BUND-Landesgeschäftsführerin Corinna Cwielag bezeichnete den Vorbescheid vom 31. Dezember 2007, der Dong den Bau des geplanten 1600-Megawatt-Kraftwerks grundsätzlich gestattet, als "großen Fehler". Der im Februar eingelegte Widerspruch sei daher eine Warnung an die Landesregierung. Cwielag verwies darauf, dass der Investor Anspruch auf Schadenersatz habe, falls die Klagen des BUND erfolgreich sein sollten.