Öko-Trend

BUND: Autobranche tut nur umweltfreundlich

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat der Autoindustrie ein bloß vorgetäuschtes Umweltbewusstsein vorgehalten. Mit ihrem"selbsterzeugten Hype und der Präsentation einiger weniger sparsamer Prototypen" lenke die Branche von bereits vorhandenen Möglichkeiten zum Spritsparen ab, teilte der BUND am Montag in Frankfurt mit.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Frankfurt/Main (ddp-hes/red) - Anstatt sich der neuen ökologischen Herausforderung von leichten und kleineren Fahrzeugen zu stellen, gehe der Trend immer noch zu großen, schweren Autos.

Der unabhängige Verkehrsexperte Axel Friedrich betonte, dass die Effizienz benzingetriebener Neuwagen entscheidend verbessert werden müsse. Die dafür erforderlichen Komponenten stünden schon in den Regalen der Autohersteller. Es koste weniger als 300 Euro, die CO2-Emissionen eines normalen VW-Golf pro Kilometer um 40 Gramm zu senken, sagte Neumann. Die Mehrkosten kämen durch die Spriteinsparungen in spätestens zwei Jahren wieder herein.

Die angepriesenen Elektroautos wären nur dann umweltfreundlich, wenn ihr Strom aus erneuerbaren Energien käme, betonte BUND-Energieexperte Werner Neumann. Ein durch Elektroautos steigender Stromverbrauch dürfe nicht aus neuen Kohlekraftwerken bedient werden. "Das Elektromobil darf nicht zum Kohle- und nicht zum Atomstromauto werden", mahnte Neumann.