Probebohrung

Bürgermeister: Mibrag sucht ab Herbst bei Sössen nach Kohle

Die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft (Mibrag) wird Ende August bei Lützen mit Probebohrungen zur Erkundung von Braunkohle-Vorkommen beginnen. Der Bürgermeister von Sössen, Dirk Könnecke, sagte am Freitag der Nachrichtenagentur ddp, die Bohrungen sollten nach Abschluss der Ernte beginnen.

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Sössen (ddp-lsa/sm) - Das sei mit der Mibrag vereinbart. Das Unternehmen vermutet in der Region um die Gemeinden Röcken und Sössen größere Kohlevorkommen und will deren Umfang und Qualität nun erkunden. Dazu sollen mehr als 200 Bohrungen vorgenommen werden.

Könnecke sagte, nach anfänglichem Widerstand in Sössen gegen diese Bohrungen sähen die Bewohner dem Vorhaben inzwischen ruhiger entgegen. Auch die betroffenen Gemeindeverwaltungen seien in "abwartender Haltung". Man erwarte von den Erkundungen größere Klarheit über die Zukunft der betroffenen Gemeinden. An den derzeit in Sössen verfolgten Plänen zum Bau eines neuen Gemeindezentrums halte man fest.

Bei einer Bürgerversammlung Ende Februar in Sössen hatte der kaufmännische Direktor der Mibrag, Heiner Krieg, die Suche nach neuen Kohlevorkommen mit Plänen zum Bau eines neuen Kraftwerks begründet. Ein möglicher Kohleabbau bei Weißenfels werde aber voraussichtlich erst in 20 Jahren beginnen. Allerdings hat das Unternehmen Anfang April den Bau eines neuen Kraftwerks am Standort Profen angekündigt, das spätestens 2015 ans Netz gehen soll.