Erdgastrasse

Bürgerinitiative will mit Wingas über OPAL-Pipeline diskutieren

Eine Bürgerinitiative "Keine Verdichteranlage in Groß Köris und im Naturpark Dahme-Heideseen" fordert Wingas zum "konstruktiven Dialog" über den Verlauf der umstrittenen Erdgastrasse OPAL (Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung) auf.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Groß Köris (ddp-lbg/sm) - Die Planungen sollten "in einem professionellen Vermittlungsverfahren" unter Moderation des Schweizer Wirtschaftsforschungs- und Beratungsunternehmen Prognos diskutiert werden, teilte die Initiative mit Die Bürgerinitiative will dabei die Auswirkungen des Projekts auf Mensch, Natur und Klimaschutz diskutieren, wie es weiter heißt. Voraussetzung für den Dialog sei allerdings die Zusicherung von Wingas, sich für eine «gemeinwohlverträgliche Lösung» einzusetzen. Man erwarte bis zum 25. März eine Antwort des Unternehmens.

Die 480 Kilometer lange OPAL wird russisches Gas vom Endpunkt der Ostseepipeline in Lubmin bei Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) quer durch Brandenburg zur sächsisch-tschechischen Grenze leiten. Die Trasse soll durch Groß Köris führen. Zudem soll im angrenzenden Naturpark eine mit vier Düsenjet-Triebwerken betriebene Erdgasverdichteranlage entstehen. Die Bürgerinitiative befürchtet Lärm und eine Verschandelung der Seenlandschaft. Sie kritisierte, dass eine Schalluntersuchung in den Antragsunterlagen fehle.

Brandenburg hatte das Raumordnungsverfahren für die Leitung im Februar ausgesetzt. Die zuständige Behörde beauftragte Wingas, weitere Varianten für den Standort der Verdichterstation vorzulegen.