Luftverschmutzung befürchtet

Bürgerinitiative kündigt Proteste gegen Bau von Kraftwerk an

Der geplante Bau eines neuen Kraftwerks im Chemieunternehmen Solvay in Bernburg stößt weiter auf Widerstand. Die Bürgerinitiative gegen die Solvay-Abfallverbrennung (BiSA) kündigte die juristische Prüfung des Genehmigungsbescheides an.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Bernburg (ddp-lsa/sm) - "Sollten sich aus dem Bescheid Nachlässigkeiten und Fehler der Antragsteller sowie der genehmigenden Behörde ergeben, werden wir juristisch dagegen vorgehen", sagte ein Sprecher der Initiative.

Das Unternehmen hatte am Freitag mitgeteilt, dass dem Bau des Heizkraftwerkes für Ersatzbrennstoffe nichts mehr im Wege steht. Solvay-Werkleiter Thomas Müller erklärte, das Landesverwaltungsamt als Genehmigungsbehörde mache jedoch strikte Auflagen zum Schutz von Umwelt und Gesundheit. So werde der Aufbau eines Systems zur Kontrolle der eingehenden Brennstoffe vorgeschrieben. Im März könnte bereits mit dem Bau des Kraftwerkes begonnen werden, in dem jährlich bis zu 552.000 Tonnen verbrannt werden sollen.

Die Bürgerinitiative befürchtet nicht nur eine stärkere Luftverschmutzung, sondern auch mehr Verkehr und damit auch mehr Lärm in der Stadt. Die Aktivsten, die 2500 Unterschriften gegen das Projekt gesammelt haben, kündigten weitere Proteste an.

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