Hoher Schadstoffausstoß

Bürger demonstrieren gegen Müllverbrennung in Bernburg (Upd.)

Der Protest von Umweltaktivisten gegen den geplanten Bau eines neuen Kraftwerks im Chemieunternehmen Solvay in Bernburg hält an. Wie die Bürgerinitiative gegen die Solvay-Abfallverbrennung (BiSA) ankündigte, ist für den 4. Juni eine Demonstration in Bernburg geplant.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Bernburg (ddp-lsa/sm) - Vom Bahnhofsvorplatz wollen die Teilnehmer zum Solvay-Werkstor ziehen, wo mehrere Hundert schwarze Luftballons in den Himmel steigen sollen.

Jeder dieser Luftballons stehe für eine Tonne Giftgas, die künftig Jahr für Jahr aus den Schloten des Müllofens in die Luft geblasen werden sollen, teilten die Initiatoren weiter mit. Seit Dezember 2007 hätten sich bereits weit über 3000 Menschen mit ihrer Unterschrift gegen den Bau der Anlage ausgesprochen, in der jährlich maximal 552 000 Tonnen sogenannte Ersatzbrennstoffe aus Sortieranlagen verbrannt werden sollen.

Die Anlage sei genehmigt worden, sagte am Montag ein Sprecher des Entsorgungsunternehmens Tönsmeier aus dem nordrhein-westfälischen Porta Westfalica. Der erste Bauabschnitt sei im April begonnen worden. Errichtet werde die Anlage von der Energieanlage Bernburg GmbH, einem gemeinsamen Tochterunternehmen der Tönsmeier Gruppe und von Solvay Bernburg. Etwa 150 Millionen Euro würden in das Vorhaben investiert.

Die Endmontage der Dampfturbine sei für Sommer 2009 geplant. Mit dem Ende des Probebetriebs soll das neue Heizkraftwerk im Herbst 2010 den Betrieb aufnehmen. Es soll das Chemieunternehmen Solvay mit Dampf versorgen.