Forderung

BSW: "Förderetat für Solaranlagen verdoppeln"

Die derzeit verschlechterte Marktlage in der deutschen Solarwärmebranche wertet der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) als ernstes Signal für den Mittelstand. Gründe dafür seien die Begrenzung der Fördermittel im Marktanreizprogramm für Erneuerbare Energien und der Förderstopp zur Jahresmitte.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Der BSW fordert von der Bundesregierung im Rahmen der laufenden Haushaltsverhandlungen für das Jahr 2007 eine deutliche Aufstockung des Förderetats für solares Heizen und eine gesetzliche Verstetigung der Investitionszuschüsse in den Folgejahren.

Eine Anhebung des Fördertopfes zahle sich nach BSW-Einschätzung für Bürger, Staat und Wirtschaft gleichermaßen aus: Ein Fördereuro würde inzwischen zehn Euro an privaten Investitionen auslösen.

Carsten Körnig, BSW-Geschäftsführer sagte: "Rund 50.000 Ablehnungsbescheide seit Bewilligungstopp demoralisieren den Verbraucher und gefährden Handwerk und Mittelstand. Verlässliche und kontinuierliche Förderangebote sind für die Markteinführung neuer Technologien unverzichtbar. Ein weiteres stopp and go verspielt hingegen Deutschlands Technologievorsprung."

Eine Aufstockung der Fördermittel für Solar- und Pelletsheizungen von derzeit 174 Millionen Euro auf 260 Millionen Euro für 2007 und 320 Millionen Euro für 2008 sei dringend notwendig, so der Verbandschef. Die finanziellen Mittel dafür stünden aus Einnahmen zur Besteuerung Erneuerbarer Energien im Rahmen der Ökosteuer zur Verfügung. Dem Haushalt fließen nach BSW-Berechnungen daraus zukünftig jährlich rund eine Milliarde Euro zu.

Im Solarwärmebereich waren im vergangenen Jahr rund 12.500 Personen beschäftigt, so der BSW. Der Umsatz von rund 4.000 Unternehmen betrug im selben Zeitraum 750 Millionen Euro.

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