Kundgebung

Bsirske fordert Stärkung des Energiestandortes Deutschland

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat sich während einer Kundgebung am Mittwoch in Berlin für eine nachhaltige Energiewirtschaft in Deutschland und einen Ausbau der erneuerbaren Energien ausgesprochen. Die Gewerkschaft zählte rund 25.000 Teilnehmern bei der Veranstaltung.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - ver.di-Chef Frank Bsirske forderte, den Energiestandort Deutschland mit seinen hohen Standards an Verlässlichkeit und Sicherheit zu stärken. Dies gelinge nur, wenn man die Importabhängigkeit von ausländischen Energieträgern nicht noch weiter vergrößere und auf heimische Energieträger wie die Braunkohle zurückgreife.

Des weiteren wandte sich Bsirske gegen die von der Bundesregierung geplante Anreizregulierung im Netzbereich. Diese Ziele, wie sie vom Bundeswirtschaftsministerium geplant würden, seien nur auf eine Kostensenkung ausgerichtet und nicht qualitätsorientiert. Die Unternehmen erhielten vielmehr nur Anreize, Kosten zu sparen. "Und zwar, koste es, was es wolle", sagte Bsirske. Der Ausbau erneuerbarer Energien, soziale Kriterien und Erhaltungsinvestitionen würden dadurch auf ein Minimum heruntergefahren, prognostizierte der Gewerkschaftschef.