Bei Sylt

BSH genehmigt siebtes Windpark-Projekt in der Nordsee

In einer ersten Pilotphase kann die Sandbank24 GmbH & Co. KG aus Oldenburg 80 Windenergieanlagen errichten, die knapp 90 Kilometer westlich von Sylt geplant sind. Die Genehmigung dazu erteilte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in der vergangenen Woche.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (red) - Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat in der vergangenen Woche einen weiteren Offshore-Windpark in der Nordsee genehmigt. In einer ersten Pilotphase kann die Sandbank24 GmbH & Co. KG aus Oldenburg 80 Windenergieanlagen (WEA) errichten, die knapp 90 Kilometer westlich von Sylt geplant sind.

Dieses Vorhaben ist das siebte vom BSH genehmigte Projekt außerhalb der 12-Seemeilen-Grenze in der ausschließlichen Wirtschaftszone der Bundesrepublik Deutschland. Insgesamt laufen beim BSH 31 Verfahren für Windpark-Projekte, 25 davon in der Nordsee und sechs in der Ostsee.

Der Standort für das Sandbank24-Projekt erfüllt die notwendigen Voraussetzungen, dass weder die Sicherheit der Schifffahrt beeinträchtigt noch die Meeresumwelt gefährdet wird, erläuterte BSH-Justiziar Christian Dahlke in Hamburg. Das Vorhaben liege außerhalb künftiger Schutzgebiete in einem vergleichsweise verkehrsarmen Seegebiet. Die Risikoanalyse des Germanischen Lloyd bestätigt für den Standort ein nur geringes Verkehrsaufkommen.

Mögliche Umweltauswirkungen des Windparks Sandbank24 wurden im Rahmen einer Umweltverträglichkeitsprüfung großflächig untersucht. Danach hat der Projektraum von seiner Naturausstattung her ein relativ geringes ökologisches Konfliktpotential, so dass keine erheblichen Auswirkungen auf Seevögel, marine Säuger oder den Vogelzug zu erwarten sind. Wie schon bei den vorherigen Genehmigungen hat das BSH auch dieses Projekt an zahlreiche Auflagen und Bedingungen geknüpft, um die Sicherheit der Schifffahrt zu gewährleisten und die Meeresumwelt zu schützen.