Genehmigungshürde

BSH genehmigt Kabelverlegung für Offshore-Windpark

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie hat die Kabelverlegung für das von PROKON Nord GmbH geplante Meereswindparkprojekt genehmigt. Das 60 Kilometer lange Kabel wird drei Meter tief im Meeresboden verlegt werden, um Gefährdungen für die Meeresumwelt und die Schifffahrt zu minimieren.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Hamburg (red) - Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat die letzte der erforderlichen Genehmigungen für das Windpark-Projekt "Borkum West" der Firma PROKON Nord GmbH aus Leer erteilt. Mit der Genehmigung für das stromabführende Kabel im Bereich der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) ist nunmehr der Weg frei für die komplette Netzanbindung der 45 Kilometer nördlich von Borkum geplanten zwölf Windenergieanlanlagen bis Emden. Erstmals liegen in Deutschland nun alle Genehmigungen für ein Meereswindparkprojekt vor, erklärte BSH-Justitiar Christian Dahlke am Mittwoch in Hamburg.

Die Verlegung des 60 Kilometer langen, armdicken Kabels ist nach Angaben des Energieunternehmens für 2006, der Bau des Windparks für 2007 vorgesehen. Bereits im November 2001 hatte das BSH grünes Licht für die Errichtung der Anlagen mit einer Leistung von rund 60 Megawatt gegeben. Vor wenigen Tagen erteilte die Bezirksregierung Weser-Ems für das Kabel die deich- und wasserrechtliche Genehmigung sowie die Befreiung von den Verboten nach dem niedersächsischen Nationalparkgesetz, um den auf See produzierten Strom auch an Land zu bringen.

Die Genehmigungen für das geplante 110-Kilovolt Drehstromkabel enthalten zwischen den zuständigen Behörden inhaltlich abgestimmte Auflagen, ergänzte Dahlke. So müsse das Kabel auf der zwischen Norderney und dem Windpark verlaufenden Trasse drei Meter tief in den Meeresboden verlegt werden, um Gefährdungen für die Meeresumwelt und die Schifffahrt zu minimieren. Auch sei das Kabel nach Außerbetriebnahme der Anlagen insgesamt zurückzubauen.

Beim BSH laufen derzeit Verfahren für insgesamt 33 Windpark-Projekte – davon 27 in der Nordsee und sechs in der Ostsee - sowie für einige Kabelanbindungen. Davon wurden bisher sieben Projekte für die Errichtung von Windenergieanlagen mit Pilotphasen von maximal 80 Anlagen genehmigt.