Technische Probleme

Brunsbüttel und Krümmel bleiben abgeschaltet

Die seit fast sieben Monaten abgeschalteten Atommeiler Brunsbüttel und Krümmel bleiben noch länger vom Netz. Brunsbüttel werde nach Mitteilung Vattenfalls nicht vor Ende März, Krümmel nicht vor Mitte Mai anfahrbereit sein, so die schleswig-holsteinische Sozialministerin Gitta Trauernicht (SPD).

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Kiel (ddp/sm) - Der für die Atomaufsicht zuständigen Sozialministerin zufolge ist die Aufarbeitung der Störfälle vom 28. Juni vergangenen Jahres von den Betreibern noch nicht abgeschlossen. Hinzu kämen weitere technische Probleme, die derzeit einen Weiterbetrieb der Reaktoren unmöglich machten. "In beiden Anlagen dauert die Sanierung nicht fachgerechter Dübelverbindungen weiter an. Außerdem sind in beiden Kernkraftwerken Sanierungsarbeiten aufgrund von Rissen an diversen Armaturen und Steuerleitungen erforderlich", erläuterte die Ministerin.

Nicht geändert werden muss Trauernicht zufolge das Konzept zur Notstromversorgung für das AKW Brunsbüttel. Sie nahm damit Bezug auf Forderungen von Umweltverbänden. So hatte die Deutsche Umwelthilfe eine atomrechtliche Auflage zur Nachrüstung verlangt. Die Ministerin sagte, das Notstromkonzept für Brunsbüttel sei nach dem Störfall im Juli 2006 im schwedischen Forsmark von Reaktoraufsicht und Gutachtern intensiv überprüft worden. Als Konsequenz sei eine Reihe von Veränderungen vorgenommen worden, um die Zuverlässigkeit der Notstromversorgung zu verbessern.