Desertec und Co.

Brüderle will Energie-Partnerschaft mit Marokko

Die Bundesregierung will eine Energie-Partnerschaft mit Marokko eingehen. Das sagte Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) am Donnerstagabend in Berlin. Dabei gehe es nicht nur um das Projekt Wüstenstrom, sondern auch um Energieeffizienz und Forschung.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (dapd/red) - Marokko sei erstes Zielland für die Wüstenstrom-Initiative Desertec. Dies könne Vorbild für weitere Partnerschaften mit Tunesien, Ägypten oder Algerien sein. Neben dem Stromexport gehe es auch um Energieeffizienz, Stromnetze und Forschung in Solarbranche.

Diese Länder "sind unsere Nachbarn und Partner. Deswegen haben wir ein klares Interesse an demokratischen und rechtsstaatlichen Verhältnissen", fügte Brüderle hinzu.

Von den an Desertec beteiligten Unternehmen forderte der Minister einen konkreten Geschäftsplan. Er müsse Antworten auf entscheidende Finanzierungsfragen geben. Der Strom aus der Wüste könne nicht über eine Einspeisevergütung nach dem Gesetz für erneuerbare Energien bezahlt werden. Die Bereitschaft der Bürger, für erneuerbare Energie zu zahlen, dürfe nicht überstrapaziert werden. Es könne auch nicht sein, dass der Wüstenstrom nach Italien oder Spanien exportiert werde und dass allein der deutsche Stromverbraucher dafür zahlen müsse.