Strom-News
ForderungenNach der Genehmigung von Investitionsmitteln in Höhe von mehr als vier Milliarden Euro durch die Bundesnetzagentur erwartet Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) nun von den Netzbetreibern die zügige Umsetzung der Investitionsvorhaben.
Berlin (ddp/red) - Die Bundesnetzagentur habe mit ihren Entscheidungen grünes Licht für Investitionen in moderne Netze gegeben, sagte Brüderle am Mittwoch in Berlin. "Ich erwarte, dass die Netzbetreiber ihre Pläne jetzt rasch umsetzen", forderte er.
Die Bundesnetzagentur hatte mitgeteilt, dass sie im vergangenen Jahr Investitionsmittel in Höhe von rund 4,3 Milliarden Euro für den Ausbau deutscher Gas- und Stromübertragungsnetze bewilligt hat. Der mit Abstand größte Anteil der genehmigten Budgets fiel dabei mit rund 4,0 Milliarden Euro auf Investitionen in die Stromübertragungsnetze, während im Bereich der Ferngasleitungsnetze lediglich 80 Millionen Euro bewilligt wurden. Weitere rund 230 Millionen Euro sollen in die Stromverteilernetze fließen.
Insgesamt sind bei der Bonner Behörde in den Jahren 2008 und 2009 rund 480 Anträge mit einem Gesamtvolumen von rund 13 Milliarden Euro eingegangen. Über rund 200 Anträge von Strom- und Gasnetzbetreibern sei im vergangenen Jahr entschieden worden. Noch offene Anträge befänden sich derzeit in der Prüfung, hieß es. Der größte Anteil der beantragten Investitionen belaufe sich dabei mit rund 11 Milliarden Euro auf den Stromsektor, hieß es.
"Auch die übrigen Investitionsbudgets sollten nun zügig beschieden werden", verlangte Brüderle. "Bei Investitionen in die Netze müssen wir das Tempo hochhalten."
Der Newsletter von Strom-Magazin.de
Bekommen Sie kostenlos jeden Mittwoch aktuelle News vom Strom- und Gasmarkt direkt in Ihr Postfach! Jetzt anmelden:
Nach Ansicht der Bundesnetzagentur haben sich viele Stromkonzerne bei den jüngsten Preiserhöhungen zu Unrecht auf höhere Ökostrom-Kosten berufen. Behördenchef Matthias Kurth rät Verbrauchern, sich nach einem günstigeren Stromanbieter umzusehen.
Gas fällt in deutschen Haushalten deutlich seltener aus als Strom. So gab es im Jahr 2008 in jedem Haushalt im Durchschnitt einen Gasausfall von nur einer Minute. Stromausfälle traten im letzten Jahr rechnerisch 19,25 Minuten in jedem Haushalt auf.
Der Boom beim Aufbau privater Solarstromanlagen in Bayern überfordert offenbar die Netzbetreiber. So müssen Hausbesitzer damit rechnen, dass nicht alle neuen Anlagen, die erst jetzt beim zuständigen Betreiber gemeldet werden, bis zum Jahreswechsel ihre Stromeinspeisezusage erhalten - allerdings gibt es ab 2010 weniger Geld für den Solarstrom.
Gaskunden in Deutschland können auf leicht sinkende Preise hoffen. Die Bundesnetzagentur verordnete den Betreibern der Gas-Fernübertragungsnetze eine teils deutliche Preissenkung. Diese wirkt sich auch auf die Gasrechnung der Endkunden aus, allerdings nur in abgeschwächter Form.
Strom- und Gaskunden sollen sich bei einem Wechsel ihres Stromzähler-Anbieters künftig auf feste Regeln verlassen können. Damit will die Bundesnetzagentur den Wettbewerb bei neuen Stromzählern in Schwung bringen. Bislang wurde der Verbrauch vom örtlichen Versorger abgelesen.Strompreise vergleichen
Einfach Postleitzahl und jährlichen Stromverbrauch in kWh eingeben und günstige Stromtarife finden!