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Klarheit schaffenBundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) dringt auf eine baldige Einigung über längere AKW-Laufzeiten. "Wir wollen Klarheit haben bis zur Sommerpause", sagte Brüderle am Donnerstag in der Haushaltsdebatte im Bundestag. Im Herbst werde sein Haus dann das angekündigte Energiekonzept, einen "ganzheitlichen Ansatz", vorlegen.
Berlin (afp/red) - "Wir wollen alle das Zeitalter der regenerativen Energie. Wir wollen das schnell", sagte Brüderle weiter. Deshalb sei es nun notwendig, über die Verlängerung der Laufzeiten "zusätzliche Mittel zu generieren, um diesen Umstieg schneller zu bewerkstelligen". "Das sind Gelder, die in Forschung und Entwicklung gehen sollen", sagte Brüderle.
Eine Verlängerung der Laufzeiten für die deutschen Atomkraftwerke würde den Energiekonzernen zusätzliche Milliardengewinne bringen, da die älteren Anlagen bereits abgeschrieben sind. Umstritten ist, was mit diesem Geld geschehen soll. Verbraucherschützer fordern, dass es den Verbrauchern zugute kommen muss. Eine andere Möglichkeit wäre, die Konzerne zu verpflichten, die zusätzlichen Gewinne zumindest teilweise in die Erforschung erneuerbarer Energien zu stecken, wie es auch von Seiten der Bundesregierung gefordert wird.
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Feilschen um AKW-Laufzeiten: Die Regierung will heute Abend die Verhandlungen mit E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW über eine Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken beginnen. CSU-Umweltexperte Göppel nannte bereits Bedingungen für längere Laufzeiten. Umweltverbände und Grüne warnen vor einer Abkehr vom Atomausstieg.
Baden-Württembergs Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) rechnet mit einer Laufzeitverlängerung für das AKW Neckarwestheim. Das Kernkraftwerk müsste eigentlich im Frühjahr vom Netz gehen, Gönner hofft jedoch auf eine Übergangslösung bis zu Vorlage des neuen Energiekonzeptes.
Eine Laufzeitverlängerung der 17 deutschen Atomkraftwerke auf 60 Jahre könnte die Stromrechnung der privaten Verbraucher bis zum Jahr 2030 um rund 60 Milliarden Euro entlasten, wie eine aktuelle Studie zeigt. Kritiker erinnern jedoch daran, wie viel Geld die Steuerzahler für das marode Atommülllager Asse aufbringen muss.
Bundeswirtschaftsminister Brüderle stellt im Falle von längeren Laufzeiten für Atomkraftwerke Bedingungen. Die Bundesregierung wolle "mindestens die Hälfte der zusätzlichen Gewinne, die die Unternehmen aufgrund der Laufzeitverlängerung erzielen", abschöpfen, sagte er dem Handelsblatt.
Umweltminister Röttgen hat erste Gespräche mit den Atomkonzernen zur Verlängerung der Atomlaufzeiten geführt. Erste Gespräche hätten "Anfang Januar begonnen", sagte Röttgens Sprecherin der "Financial Times Deutschland". Bayerns Umweltminsiter Söder fordert, dass die Länder an den Gewinnen der AKW-Betreiber beteiligt werden.Strompreise vergleichen
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