Konzertabbruch

Bruce Springsteen bekommt den Strom abgestellt

Kein Sonderstatus für Prominente: Das musste der für seine über drei Stunden langen Live-Konzerte bekannte Rockstar bei einem Konzert im Londoner Hyde Park erfahren. Um 23 Uhr wurde während des noch laufenden Konzerts kurzerhand der Strom abgestellt, weil die Sperrstunde überschritten war.

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Hamburg/London/Linden (red) - Dass in den Pubs auf der Insel strengere Sperrzeiten gelten als beispielsweise in Deutschland, hat sich inzwischen herumgesprochen. Dass jedoch die Lärmschutzauflagen für öffentliche Veranstaltungen ähnlich drastisch sind und offenbar ohne Ansehen der Person durchgesetzt werden, durfte jetzt der mega-prominente Rockmusiker Bruce Springsteen bei einem Konzert im Londoner Hyde Park erfahren.

Strom abgestellt, Konzert vorbei

Einem Bericht von Bild online zufolge hatte Springsteen mit seiner E-Street-Band die Sperrstunde schon um eine halbe Stunde überzogen, als um 23 Uhr den Organisatoren des Festivals offenbar der Kragen platzte: Als Springsteen sich gerade ein Duett mit der britischen Musiker-Legende Paul McCartney lieferte, wurde der gesamten Band kurzerhand der Strom abgestellt.

Londons Bürgermeister kritisiert die Entscheidung

Dem Bericht zufolge konnten sich die Musiker nicht einmal mehr von den 65.000 Fans verabschieden. Springsteen-Gitarrist Stevie van Zandt beschwerte sich später via Twitter, England sei zum Polizeistaat geworden. Sogar Londons Bürgermeister Boris Johnson soll die Entscheidung als "überzogen" bezeichnet haben: Hätte man ihn gefragt, so der Bericht, hätte er die Band "in Gottes Namen weiterrocken" lassen, hieß es.