CO2-Ausstoß reduzieren

Breuer fordert RWE zur Modernisierung der Kraftwerke auf

Die nordrhein-westfälische Landesregierung kritisiert die RWE-Pläne, alte Blöcke eines Braunkohlekraftwerks am Niederrhein länger als geplant am Netz zu lassen. Europaminister Michael Breuer (CDU) sagte gestern, er erwarte, dass die Modernisierung des Kraftwerksparks konsequent fortgesetzt werde.

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Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Vor dem Hintergrund des Klimawandels müssten zügig Werke mit einem reduzierten Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) errichtet werden, so Breuer weiter. Die fünf Blöcke in Grevenbroich-Frimmersdorf länger zu nutzen, sei der falsche Weg.

Auch sei es für die Exportchancen der nordrhein-westfälischen Wirtschaft wichtig, die weltweit neueste Kraftwerkstechnik vorweisen zu können, betonte der Minister. Die Bevölkerung erwarte, dass die Nutzung alter Kraftwerksblöcke möglichst rasch aufgegeben werde, wenn neue in Planung seien. Die Argumente des Energieversorgers, dass sich durch den Emissionshandel die Rahmenbedingungen verändert hätten, erschlössen sich ihm nicht.

RWE will die aus den 50er Jahren stammende Blöcke erst 2009 statt wie bislang geplant in diesem Jahr abschalten. Sie gelten nach Medieninformationen als die klimaschädlichsten in Deutschland. Nach Angaben von Breuer wird in Nordrhein-Westfalen die Hälfte der deutschen Braunkohle gefördert. Sie mache im Land auch etwa 50 Prozent der Energieerzeugung aus.